Wenn die Festplatte streikt

Mithilfe von Backups kann man den Verlust einer Festplatte etwas besser verkraften.

Festplatten haben normalerweise eine lange Lebensdauer, doch ist es möglich, dass die Festplatte plötzlich streikt. Ein technischer Defekt ist auch bei dem modernsten Computer nicht ausgeschlossen.

Es reicht ein Computervirus, der die Platte absichtlich beschädigt. Es gibt verschiedene Indikatoren dafür, dass die Festplatte in absehbarer Zeit nicht mehr funktionieren wird. Ein deutliches Zeichen ist, wenn die Festplatte komische Geräusche macht und zum Beispiel lauter ist als sonst. Oder sie gibt Geräusche in einer anderen Tonlage ab und es entstehen Geräusche wie Klappern oder Rasseln. Davor schützen kann man sich nur mit einer entsprechenden Antivirussoftware. Auch eine ungewöhnliche Erwärmung der Festplatte kann ein Anzeichen eines bevorstehenden Defektes sein. Es gibt Fehlermeldungen, die Vorzeichen für einen Defekt sein können. Typisch wäre zum Beispiel die Fehlermeldung „Auf C: kann nicht zugegriffen werden“. Oder eine Datei ließ sich vorher problemlos lesen und lässt sich plötzlich nicht mehr öffnen. Eine weitere Fehlermeldung könnte sein:“Die Anforderung konnte wegen eines E/A-Gerätefehlers nicht ausgeführt werden“. Was kann der Benutzer in diesem Falle tun? Zum einen ist es erstmal empfehlenswert für wichtige Daten immer ein Backup auf einer externen Festplatte zu machen, falls die Daten sich einmal doch nicht wiederherstellen lassen.

Doch gibt es Windowstools und professionelle Software, die in diesem Fall Hilfestellung geben können. Zum einen gibt es die Windowsfunktion Checkdisk (chkdsk), die die Festplatte auf Fehler überprüft. Dafür geht man im Windows auf den Start-Button und wählt „Ausführen“. Dann gibt man „cmd“ ein und es öffnet sich ein Fenster, in das man „chkdsk c: /f /r“ eingibt. Die Parameter f und r geben Anweisung, auf der Partition C: Reparaturen durchzuführen. Im Idealfall ist das Problem nun behoben.
Wenn das nicht funktioniert hat, gibt es Freewareprogramme wie zum Beispiel den „File Scavenger“ von QueTek. Hiermit können verlorene Daten wiederhergestellt werden, auch wenn das Laufwerk nicht mehr erkannt wird. Ein weiteres Programm ist das von „Chip“ empfohlene „PC Inspector File Recovery“ von Convar. Doch kann es sein, dass diese Hilfsmittel auch nicht funktionieren. Dann empfiehlt sich die Datenrettung durch einen Experten. Datenrettungsexperten haben Labore, in denen in stundenlanger Arbeit die Daten der kaputten Festplatte wiederhergestellt werden können. Natürlich ist diese Maßnahme sehr kostspielig und liegt im mehrstelligen Bereich.

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