Skriptviren

Wie alle Computervirentypen benötigen auch die Skriptviren ein Wirtsprogramm, welches in diesem Fall das namensgebende Skript ist. Ein Skript ist ein durch einen Interpreter schrittweise ausgeführtes Programm, das seine Anwendung am häufigsten auf Weberservern findet. Mit zusätzlich zu HTML oder XML verwendeten Skripten wie beispielsweise Perl, PHP oder das in Webseiten implementierte JavaScript, können Funktionen genutzt werden, die andernfalls nur mit der Unterstützung von anderen, auf dem Server ausführbaren Programmen zur Verfügung stünden. Foren, Gästebücher und dynamische Webseiten sowie Webmailer besitzen diese Skripte, die zumeist unabhängig vom Betriebssystem agieren.

Für die Ausführung eines Skripts wird ein sogenannter Interpreter benötigt. Ein Interpreter ist ein Programm, das die Programmiersprache der Skripte, die für den Menschen lesbar ist, in die vorgesehene Repräsentation übersetzt und ausführt. Handelt es sich hierbei um eine HTML-Datei, nutzen die Skriptviren diese als Wirtsdatei, indem sie sich in ihren Skriptbereich einschleusen oder einen solchen erzeugen. Der Skriptbereich eines HTML-Dokuments wird von nahezu allen Browsern geladen, um ausgeführt zu werden.

Doch nicht nur für die Webperformance, auch bei Betriebssystemen wie Mac-OS-X, Linux oder Unix kommen Skripte zur Automatisierung von Arbeitsprozessen zum Einsatz. MS-DOS und Windows sind gleichermaßen in der Lage, bestimmte Skripte zu verarbeiten und demnach ebenfalls potentielle Angriffsflächen für Skriptviren. Diese sind im World Wide Web jedoch seltener anzutreffen als in ihrem Entwicklungslabor und können sich im Unterschied zu Skriptviren in HTML-Dateien nur durch das Kopieren eines infizierten Skripts auf das Betriebssystem und anschließende Ausführen dieses einnisten.

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