Sicheres Passwort

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Der letzte Hacker-Angriff hat gezeigt, dass es unheimlich wichtig ist, über ein sicheres Passwort zu verfügen. Dutzende Prominente zittern nun vor etwaigen schlüpfrigen Bildern, welche ein Hacker aus ihrer ICloud gestohlen hat. Aber es muss nicht nur Prominente treffen; jeder Internetuser kann ein Opfer von Hackerangriffen werden. Wichtig ist daher, dass das Passwort dementsprechend sicher ist, dass es Hackern fast unmöglich wird, dahinterzukommen.

Warum “Sommer”, “gott” und “Max” keine sicheren Passwörter sind

Es gibt immer wieder Menschen, welche Passwörter wie “Sommer”, den eigenen Vornamen oder auch “Schatz” oder “Hund” verwenden. Für einen Hacker, der mit unterschiedlichen Programmen arbeitet, bedeutet ein derartiges Passwort, dass er ein leichtes Spiel hat. Er benötigt oftmals nur wenige Sekunden, um den Account zu knacken. Ganz egal, ob es die Passwörter für den Facebook-Account, die E-Mails oder auch Online-Spiele sind – sie müssen immer sicher sein. Immer wieder versuchen Hacker an brisante Informationen zu gelangen, versuchen sich selbst zu bereichern und setzen somit Millionen von Internetusern in Angst und Schrecken. Der letzte Angriff auf die ICloud und die Drohung, dass man nun Nacktfotos von Stars veröffentlicht, hat die Diskussion der sicheren Passwörter wieder in aller Munde gebracht. Doch ab wann ist ein Passwort tatsächlich sicher? Und gibt es Verschlüsselungen, die kein Hacker errät?

Der einzige Schutzmechanismus

Ein Passwort ist oftmals die einzige Sicherheit für die Daten. Ein einziges Wort hindert Fremde daran in den Facebook-Account einzusteigen; ein einziges Wort ist der einzige Schutzmechanismus, um nicht die E-Mails zu lesen. Wer sich dieser Tatsache bewusst ist, wird sofort sein Passwort ändern. Denn wenn Worte wie “Schatz”, “Sommer” oder “Hund” tatsächlich den Schutzmechanismus gegen den Missbrauch der eigenen Daten sind, beginnt man darüber nachzudenken, ob dies nicht doch zu wenig ist. Gerne verwenden Hacker den sogenannte Wörterbuchangriff. Aus diesem Grund darf das Passwort kein existierendes und Wörterbuch vorzufindendes Wort sein. Den eigenen Vornamen, den Vornamen der Partnerin oder auch den Namen des Hundes sind weitere Passworte, die sehr unsicher sind. Wer ein derartiges Passwort hat, kann im Endeffekt gleich darauf verzichten. Hier benötigt ein Hacker nur wenige Sekunden, bis er den Schutzmechanismus geknackt hat. Das wohl beste Passwort ist jenes, welches ein tatsächlich zufälliges Kennwort ist. Das Kennwort sollte aus vielen Zeichen – auch Sonderzeichen – bestehen. Nun kommt die Tatsache, dass man sich diese Passworte nur sehr schwer merken kann. Kennworte wie “oi8!ßü+!” sind zwar sicher, aber werden relativ schnell wieder vergessen. Vor allem rät sich die Kombination aus verschiedenen Zeichen. Ein Passwort sollte nicht weniger als 8 Zeichen umfassen, je mehr desto besser. Das Wort “Sommer” ist ein sehr unsicheres Passwort. “Sommer1900!” hingegen macht es Angreifern schon schwer bzw. fast unmöglich, den Schutzmechanismus zu umgehen. Ein weiterer Tipp: “soMMeR!19!00″ ist ebenfalls eine sehr sichere Variante vor Hackerangriffen. Man darf bei der Erstellung des Passwortes durchaus kreativ sein. Wer Angst hat, dass er sein Passwort vergisst, kann sich auch Eselsbrücken bauen.

Wie merkt man sich das Kennwort?

Selbstverständlich sind Kennwörter wie “hu89BD!” schwer zu merken. Wichtig ist, dass der User eine Verbindung zu seinem Passwort aufbaut. Vielleicht ist “h” der Anfangsbuchstabe des Nachnamens, “u” der Vorname der Partnerin, “89″ das Geburtsjahr des Sohnes und das “B” der erste Buchstabe der Lieblingsmannschaft. Das “D” ist der Anfangsbuchstabe des Monats, in welchem man geheiratet hat und das Sonderzeichen “!” verstärkt das Kennwort. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man sich eine Eselsbrücke bauen kann. Zu sagen, dass man sich nur leichte Passwörter merkt und somit den Hackern in die Arme spielt, ist jedoch nicht zielführend. Man darf nie vergessen: Das einzige Wort schützt die eigenen Daten. Wer sich dieser Tatsache bewusst wird, kann sich plötzlich alle Kombinationen merken – sogar “os90ü++23!”. Wichtig ist, dass der Internetuser folgende Tipps berücksichtigt, damit er seine Passwortsicherheit erhöht.

Tipps und Tricks für ein sicheres Passwort

Zuerst sollte das Kennwort zufällig erstellt werden. Zufällig bedeutet, dass es kein geläufiger Name oder ein existierendes Wort sein soll. Kürzel oder Kombinationen aus Sonderzeichen und Zahlen erhöhen die Sicherheit. Auch eine Änderung des Passworts sorgt dafür, dass man Hackerangriffe abwehrt. Eine Speicherung des Passworts (unverschlüsselt) direkt auf dem PC ist ebenfalls nicht empfehlenswert. Wichtig ist, dass man unterschiedliche Zeichen verwendet, die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt und durchaus auch Sonderzeichen einfügt. Auch wenn es selbstverständlich sein sollte: man darf das Passwort niemals verraten. Das eigene Passwort ist – selbst für den besten Freund – Tabu. Und verrät man dennoch, warum auch immer, sein Passwort, sollte es so schnell wie möglich geändert werden.

Der Passwort-Generator erhöht den Schutz

Es gibt im Internet auch die Möglichkeit der Passwort-Generatoren. Hier erstellt ein Computerprogramm das Passwort für den User. Mit der Generation des Kennworts ist es möglich, dass der Internetuser ein sicheres Passwort zur Verfügung gestellt bekommt. Dieses Kennwort ist deshalb sicher, weil der Generator es zufällig wählt, verschiedene Zeichen einfügt und somit einen nicht logischen und nachvollziehbaren Rhythmus einbaut. Wer selbst nicht kreativ ist, sollte daher unbedingt auf den Passwort-Generator vertrauen. Damit sind die Daten mit Sicherheit geschützt. Auch die Stars, die nun zittern, ob es demnächst Nacktaufnahmen von ihnen im Internet gibt, hätten wohl einen Passwort-Generator verwenden sollen.

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